Soh, nach über einem monat ein abschließender post. Am Mittwoch nach dem samba-festival war ich zum letzten mal mit dem jungen japanischen professor und kumpels trinken. Wir trafen uns mittags in asakusa und gegen 13:00 ging es zunächst in ein spezialitäten-restaurant, wo wir verschiedenste gerichte mit wal, koi und schmerlen verspuuhsen ;) – alles vom feinsten und so noch nie vorher gegessen! Jedenfalls gings auch gleich ans trinken, bier und sake in unvernünftigen mengen: Gegen 15:30 haben wir den laden verlassen und waren alle schon gut voll – und das obwohl der prof. am abend offenbar noch einen termin wahrzunehmen hatte, hhhhhhhhhhhh. Es ging weiter in eine schon ewig existierende und recht bekannte kneipe, bier und verschiedene schnaps-sorten flossen unsere kehlen im akkord hinunter, hhhhhhhhhh, ein gelaber, aber es war so. wir verbrachten etwa eine stunde dort. Dann zogen wir anschließend weiter ins asahi-hauptgebäude, das laufen viel schon recht schwer, hhhhhh. Drinnen gabs dann mehr bier, und erste verluste, hhhhhhh, ein kumpel und der prof. schliefen (mal wieder) plötzlich am tisch ein, hhhhhhhhhhhh. Der „harte“ tag war allen anzusehen. Wir leerten die gläser und irgendwann wachten die beiden wieder auf. Zurück unter den lebenden beschloss der prof. tatsächlich noch zu seinem termin zu gehen, hhhhhhhhhhhh :D ich und die 3 andren tobten uns noch ein bisschen beim karaoke aus und brachen den abend (es war glaub ich grad erst 20:00) dann wegen volltrunkenheit frühzeitig ab ;P
In den folgenden tagen gab es noch mehrere letzte trinktreffen mit vielen der leute, die ich in japan kennengelernt hab – davon gibt’s wohl aber keine fotos, seis drum.
Am 10.09. trat ich dann nun nach dem besten jahr meines bisherigen lebens die 3wöchige heimreise an. Zunächst verbrachte ich 2 wochen in sydney mit anita, dann 4 tage in hong kong und schließlich noch 3 tage in shanghai. Dazu werde ich aber außer den 5 folgenden bildern nichts mehr posten:
Sydney: Kings tableland / city of blue mountains: Hong kong: Macao: Shanghai: Nur so viel: Sydney war herrlich, hong kong absolut cool, aber shanghai völlig enttäuschend.
Damit endet dieser blog, die schöne zeit in japan ist vorbei :( das blog-schreiben hat zwar spaß gemacht, war mir aber viel zu zeitintensiv, daher wird das eine einmalige sache bleiben. hoffe den paar leuten, die hier ab und zu reingeschaut haben, hats ein bisschen spaß gemacht, danke für die kommentare ;)
Hier noch ein handy-bild von ende juli. Blick auf tokyo von der aussichtsplattform des fuji tv hauptgebäudes:
Letztens am Spiegel auf einer toilette eines brasilianischen restaurants:
Abschiedsessen mit meiner gastfamilie:
Letzten Montag hab ichs endlich mal zum baseball in den tokyo dome geschafft: Hab zwar keine wirkliche ahnung vom spiel oder den teams aber geiler kessel und super-stimmung:
Am folgenden tag gings dann – auch endlich – zum all you can drink cruise durch die bucht von tokyo. 2 stunden an deck eines kutters so viel trinken wie man kann und dabei die aussicht genießen, während neben und über einem die flugzeuge vom haneda-flughafen starten und landen – und das alles für nur ca. 15euronen!! (wer im nachthemd ;P kommt bezahlt weniger als 10€). Erwartungsgemäß haben sich die meisten leute total abgeschossen. Auf einem der unteren decks gabs auch eine art disco, wo man sich vollständig hat gehen lassen – ymca:
Die 4 lustigen drei: Die ss freibier ist wieder eingelaufen: Eine unserer koreanischen begleiterinnen hat nach der ankunft erstmal ausgiebig gekotzt. Dann durften wir sie – praktisch unfähig sich aufzurichten – auch noch bis zum bahnhof hiefen, hhhhhhhhhh :D War auf jedenfall absolut klasse, vll. klappts noch einmal vor meiner abreise, fährt ja jeden tag der kahn.
Gestern war ich beim asakusa samba karneval. 4,5h lang zogen die kostümierten tänzerINNEN durch die straßen: Hat unglaublich spaß gemacht und hervorragend anzuschaun wars natürlich auch ;P
Zwischendurch hats zwar auchmal ordentlich geschüttet, was der veranstaltung aber nicht wirklich geschadet hat. Tiptop und mal wieder kostenlos!
Seit Donnerstag wohn ich nun 4 nächte in einem eher schäbigen hotel, die letzten 9 nächte dann in einem wohl noch schäbigeren hostel. Hatte mit meiner gastfamilie den deal ende august auszuziehen. Vor wochen oder monaten hab ich wohl mal den 28. als datum erwähnt, als ich noch gar nicht wusste wie und wann ich japan verlasse. Nunja, jedenfalls bliebs leider dabei :S
Meine rückflüge sind gebucht, die benötigten visa hab ich auch problemlos bekommen, jetzt steht der tour nichts mehr im weg: 10.9.tokyo-sydney ~ 25.9.sydney-hongkong ~ 29.9.hongkong-shanghai ~ 2.10.shanghai-helsinki-frankfurt :D da kann man sich schonmal freuen!! Zumal ich die 4 bzw. 5 flüge die zusammen etwa 30000km umfassen zu echten schnäppchenpreisen bekommen hab, glaub ich ;)
Letzten Sonntag ging es mehr oder weniger kurzentschlossen zum fujisan. morgens setzten wir uns in einen bus und kamen nach ca. 2h an der „5. Station“ auf ca. 2300m höhe an: Blick nach oben auf den “hügel” ;P Wie überall fand sich auch dort der ein oder andere angeber ein: Hhhhhhhhhhhhhh :D
Das „reststück“ nach oben, dass in diversen führern mit etwa 5-7h aufstiegszeit beschrieben wird, sah für uns nach „in-5-min-sind-wir-oben-aus“, hhhhhhhhhhhhh :D Wir starteten also kurz vor 14uhr. Zunächst war der “weg” nur steil, dann wurde er steiler, dann richtig steil, hhhhhhh. Es waren zahllose menschen unterwegs: Dementsprechend wurde der aufstieg entlang des mal mehr, mal weniger schmalen pfades ab einer gewissen höhe eine art stop-and-go-veranstaltung – sowas wie Freitag mittags von münchen richtung ingolstadt :\ Das warten war höllenmäßig. Irgendwann waren wir dann schon über den wolken: Unterwegs gibts immer wieder berghütten, die schlafplätze, essen & getränke sowie toiletten im angebot hatten ;) die preise sind natürlich recht hoch, aber immernoch bezahlbar, sogar die toiletten kosten auf dem berg 100yen (ca. 60eurozent) oder so – das erste mal, dass ich in japan bezahltoiletten gesehen hab, aber bei dem aufwand der an dem berg für den ganzen mist betrieben wird verständlich. Aus den gescherzten 5min wurden dann schließlich etwa 4,5h bis wir bei der berghütte auf etwa 3400m höhe, bei der wir tags zuvor 2 schlafplätze reservierten, fix und fertig ankamen. Wir fielen sofort ins bett – in einem ca. 50 leute schlafsaal von dem es wohl ungefähr 5 stück in der hütte gab, hhhhhhhh. Naja, ich hatte jedenfalls wohl von der dünnen luft schon etwa eine stunde vor ankunft ziemliche kopfschmerzen – wie etliche andre leute auch. Dazu kam ewiges gelaber aus dem vorraum und ständiges geraschel und geplapper von den andern „schläfern“. Das schlimmste waren aber die ungenierten schnarch-, furz- und sonst-was-für-laute-beim-pennen-ausstoß-individuen rings um uns in dem schlafsaal. Dank all dem hab ich die nächsten 8h mehr in einem wach-koma als mit schlafen verbracht. Gut, gegen 3uhr morgens standen wir dann auf – andre schon viel eher – um die letzten knapp 400m hochzukraxeln und uns den sonnenaufgang anzuschaun (das hauptsächliche ziel einer fuji-besteigung). Ich kaufte in der hütte noch kopfschmerztabletten und los gings. Es waren natürlich schon wieder massig leute unterwegs nach oben, alle mit stirnlampen, der ganze pfad voller stirnlampen, überall stirnlampen! Der morgentliche stau war wieder nervig. 2m gehen, warten, wieder 2m gehen, warten – laaangweilig. Dafür schien der mond direkt über dem gipfel: hinzu kam die morgendliche frische von etwas zwischen gefühlten 5° und 10°. Langsam wurde es heller: Nach etwas weniger als 2h war es dann geschafft, gerade rechtzeitige ankunft auf dem etwa 3770m hoch gelegenen gipfel: Der vulkan-krater mit dem noch darüber hängenden mond: Ein paar hundert leute auf dem gipfel: Rundumschwenk:
Dieser erfolgte zwar über einen etwas einfacher zu gehenden weg (der allerdings nicht an den hütten vorbeiführt -> daher wohl nicht zum aufstieg gedacht) und ohne warten, war aber trotzdem erschöpfend. Kurz bevor wir die wolkendecke wieder nach unten durchbrachen, riss diese selbst im süden auf und lies einen blick auf die umliegenden bergketten zu: Nach etwas weniger als 3h trafen wir wieder bei der bus-station ein – viel zu früh, wir mussten noch 2h mit rumliegen verbringen bis der bus zurück nach Tokyo fuhr. Zusammenfassend ein paar feststellungen: es gibt in japan ein sprichwort das in etwa lautet: wer keinmal auf den fujisan steigt ist ein idiot; wer mehr als einmal auf den fuji steigt ist (auch) ein (noch größerer) idiot! Hhhhhhhhhhhh, kann man ganz klar so „abnicken“. Es war eine ziemliche tortur, der weg, das warten, etc. Obwohl der sonnenaufgang echt geil war, würd ichs nicht nochmal machen. Auch wer keinmal oben war muss sich nicht sooo sehr ärgern. Zudem ist der berg während des aufstiegs auch nicht sonderlich schön anzusehen, da er ja nunmal ein vulkan und dementsprechend karg ist. Außerdem noch was zu der hier angeratenen ausrüstung: warme sachen – ja; wanderstiefel – nicht unbedingt aber auch nicht verkehrt, die botten, die ich anhatte, werd ich wohl in die tonne treten, waren aber auch vorher schon ziemlich hin; regenkleidung – je nach wetterbericht; handschuhe – hab ich nicht gebraucht, weder vor kälte noch zum klettern, hab meine hände beim aufstieg nur ein paar mal gebraucht, sonst vor langer weile in den hosentaschen; hut – wozu?; lampe – nicht unbedingt, da hunderte andre leute welche haben; sonnencreme – quatsch; 4l wasser pro person – damit haben sie mich voll dran gekriegt, den ganzen scheiß da hoch geschleppt, im endeffekt trinkt man eh nicht mehr als 2l, und selbst wenn man noch was braucht kann mans oben etwas überteuert kaufen, aber besser als sich mit 4l abzubuckeln; technische ausrüstung ist tatsächlich unnötig; was nicht dabei steht sind kopfschmerztabletten – sehr zu empfehlen aber auch billig bei den hütten zu kaufen. Die aufstiegszeit von der 5. Station bis zum gipfel wird wie gesagt mit 5-7h angegeben. Wir haben zusammengerechnet etwa 6,5h gebraucht. Wenn der stauscheiß nicht wäre würde man mit sicherheit 1-1,5h sparen. Runter gings wie schon erwähnt in weniger als 3h. Einmal und niewieder! ;P
Hier übrigens noch ein link zu dem selbstmordwald irgendwo am fuß des berges, von dem ich in einem vorherigen post schonmal was geschrieben hab.
Nochwas zum letzten post: am tag nachdem ich aus hiroshima zurückgefahren bin, gab es abends im meer vor miyajima auch ein feuerwerk, bei dem man phänomenale bilder wie diese hier hätte sehen können: unoduetre Wär ich ma einen oder zwei tage später gefahren, hatte keinen bock nur wegen dem feuerwerk nochma dort zu übernachten … seis drum
pro:
- serviceparadies
- höflichkeit
- preiswerte verkehrsmittel
- kippen kosten die hälfte des dt. preises
- geschäfte haben praktisch jeden tag geöffnet
- an jeder ecke convenience stores die 24/7 geöffnet sind
- post ist viel billiger als in dt.
- es gibt ganz oft extra latschen, wenn man irgendwo im restaurant oder ähnliches auf eine toilette geht, um die seuche nicht an den eigenen schuhen mit rauszutragen - das ist genau meine welt!
- es gibt keine trinkgelder!
- so gut wie überall, wo man was essen kann, gibt es einen lappen bzw. ein erfrischungstuch dazu
- geniales nah- & fernverkehrssystem
- personal im öffentlichen verkehr mit weißen handschuhen
- top-taxis
- die herrlichsten feuerwerke der welt
- keine assi-familien mit assi-kindern ;P
contra:
- scheiß waschmaschinen
- alkoholika sind scheißteuer
- bahnen fahren nur bis ca. halb 1 nachts
- in der regel findet man keinen öffentlichen papierkorb, wenn man gerade einen braucht
- taschentücher und toilettenpapier sind die hölle!
- scheiß rentnermützen
- scheiß niedlich getue - nicht nur der weiber sondern auch vieler "kerle"
- zahllose weiber probieren auf teufel komm raus in hochhackigen schuhen zu flanieren, die meisten scheitern dabei jedoch kläglich, was total erbärmlich aussieht
- sehr viele fürchterliche gebisse